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Geschichte unseres Zweigvereines

Protokoll zur Gründungsversammlung des Katholischen Frauenbundes – Zweigverein Wiesentheid am 29.12.1929

„Für den 29.Dezember 1929 berief H.H. Pfarrer Dr. Wüchner die kath. Frauen Wiesentheids in den Schönbornsaal zwecks Gründung eines Zweigvereins des Katholischen Frauenbundes. Nach einleitenden Worten des Einberufens hielt Frl. Sekretärin Zehner aus München in sachlicher, leichtfasslicher Art einen Vortrag über „Zweck und Ziel des Katholischen Frauenbundes“, welcher die Gründung eines Zweigvereins Wiesentheid zur Folge hatte. Von den anwesenden Frauen trugen sich 203 als Vereinsmitglieder ein. Diese wählten durch Zuruf folgende Vorstandschaft:

1.Vorsitzende: Ihre Erlaucht Ernestine Gräfin von Schönborn
2.Vorsitzende: Frau Generaldirektor Schwarz
Schriftführerin: Frau Barbara Schindler
Schatzmeisterin: Frau Junker, Witwe
Geistlicher Beirat: Hochw. Herr Pfarrer Dr. Johann Georg Wüchner
1.Beisitzerin: Fräulein Singer
2.Beisitzerin: Frau Finger, Polizeidienerswitwe
3.Beisitzerin: Fräulein Babette Stenger
4.Beisitzerin: Fräulein Agnes Goldstein

Die Versammlung, welche von I. Erl. Frau Ernestine Gräfin von Schönborn in hochherziger Weise mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurde, ging mit dem Wunsche auseinander, recht bald wieder einen so heiteren, geistiganregenden Nachmittag verleben zu dürfen.“

Nach einem Verzeichnis der 211 Mitglieder folgt im Protokollbuch nur noch der Bericht über die 1.ordentliche Versammlung am 15.3.1930, zu der 188 Mitglieder erschienen waren. Neben Kaffee und Kuchen gab es auch einen Vortrag der Wirtschaftslehrerin Frl. Schweiger aus München über „Geflügelzucht“, das Lustspiel „Die übermütigen Nichten“ sowie Lieder und Gedichte in fränkischer Mundart. Das Backwerk war von den Teilnehmerinnen des Kochkurses zubereitet worden, den Kaffee spendete wieder die 1.Vorsitzende.

 

Frauentag

Am 29.5.1930 beging der Zweigverein seinen ersten Frauentag, an dem 220 Mitglieder teilnahmen. Nach dem Gottesdienst hielt Frl. Oberlehrerin Seberich aus Würzburg im Schönbornsaal einen Vortrag über „Mutter und heranwachsende Tochter“. Danach führte der Jugendverein ein kleines Marienspiel „Maria und die Frauen“ auf. Danach kamen noch Gedichte und Lieder wie „Mutterauge“, „Blümchen am Hag“, „Lieb Röslein“, etc. zum Vortrag. Dazu gab es von der Gräfin gespendeten Kaffee und Kuchen.

 

Volksküche

Das letzte und größte Werk des im Frühjahr 1932 aufgelösten Zweigvereines war die Errichtung und Durchführung einer Volksküche, einer Arbeitslosenspeisung, die am 6.2.1931 eröffnet wurde. Die auf anfänglich 40 festgesetzte Zahl der Mittagessen steigerte sich in kurzer Zeit auf 100, dann auf 135. In knapp drei Monaten wurden über 8000 Mahlzeiten ausgegeben. Im Februar und März wurden diese kostenlos abgegeben, im April zahlten nicht mehr arbeitslose Essensempfänger pro Essen 20 Pf., Kinder bekamen ihr Essen weiterhin unentgeltlich. Einige Zahlen verdeutlichen den Umfang des Unternehmens. So wurden neben vielem anderen auch verbraucht: 6 Hirsche, 1 Wildschwein, 100 Zentner Kartoffeln, ca. 1 Zentner Schmalz, 10 Zentner Getreide, 1000 Eier, 1 Fuhre Holz, Kohlen sowie ca. 560 Mark zur Beschaffung sonstigen Küchenbedarfes und den Ankauf zweier Schweine. Außer der ehrwürdigen Schwester Tonita, die von Ihrer Erlaucht als Köchin von Würzburg bestellt wurde, lag alle Arbeit zur Aufrechterhaltung des Betriebes ehrenamtlich in den Händen der Frauenbundmitglieder.

 

Neugründung

Am 9.12.1962 gründete die Landtagsabgeordnete und Diözesanvorsitzende Frau Margarete Balk mit Unterstützung Ihrer Erlaucht Graziella Gräfin von Schönborn und Herrn Pfarrer Johannes Bußmann erneut den Zweigverein Wiesentheid. Bei der Gründung trugen sich 36 Frauen als Mitglieder ein. Die Vorstandschaft setzte sich folgendermaßen zusammen:

1.Vorsitzende: Ihre Erlaucht Graziella Gräfin von Schönborn
2.Vorsitzende: Frau Clara Heil
Schriftführerin: Frau Eleonore Zehner
Schatzmeisterin: Frau Maria Schneller
Verantwortliche der Hausfrauenvereinigung: Frau Elisabeth Paa
Verantwortliche der Landfrauenvereinigung: Frau Anna Sendner

Die erste Versammlung im Januar 1963 leiteten Frau Dr. Kohler und Frau Klemmert aus Kitzingen, die über den Sinn und die Aufgaben des Frauenbundes sprachen. Bereits in den ersten Jahren wurden Erziehungs- und Bildungsvorträge, Seminare, Einkehrtage, Lichtbildervorträge, Näh-, Back- und Kochkurse, Einkaufsberatungen, Bastel- und Kosmetikkurse, etc. angeboten. Daneben engagierte sich der Zweigverein vor allem im caritativen Bereich. Nicht zu vergessen ist die jährliche Teilnahme am Weltgebetstag der Frauen, der bis heute im Wechsel den evangelischen Frauen gestaltet wird, sowie die zahlreichen Wallfahrten, Ausflüge, Advents- und Faschingsfeiern.

Da Gräfin Graziella von Schönborn immer wieder in Portugal sein musste, übernahm die 2.Vorsitzende kommisarisch den Vorsitz bis 1975. Ab 1975 bis zu ihrem Tode im März 1996 leitete Frau Marianne Held den Zweigverein, seit Juni 1996 die jetzige Vorsitzende, Frau Helga Ruppert. 1996 wurde die Gruppe „Junge Frauen“ gegründet, was zu einer deutlichen Verjüngung des Zweigvereins führte.

Am 13.10.2002 feierte der Zweigverein unter der Schirmherrschaft Ihrer Erlaucht Damiana Gräfin von Schönborn sein 40jähriges Jubiläum. Bei diesem Anlass wurden 20 Frauen für ihre 40jährige Mitgliedschaft geehrt, die meisten von ihnen waren Gründungsmitglieder, sowie Frau Clara Heil zum Ehrenmitglied ernannt.